Kinder und Häusliche Gewalt

Mädchen und Jungen erleben häusliche Gewalt entweder direkt durch körperliche, seelische oder sexuelle Misshandlung, oder indirekt, indem sie miterleben wie die Mutter durch den Vater / Lebenspartner misshandelt wird.Sind Mütter der Gewalt durch ihren Lebenspartner ausgesetzt, so sind in ca. 90 % der Fälle die Kinder während der Gewalttat anwesend oder im Nebenraum. Häufig ist der Mißhandler sowohl der Mutter als auch den Kinder gegenüber gewalttätig.

Die Schwangerschaft ist für viele Frauen und Kinder der Beginn von Misshandlungen. Die Gewalttaten finden öfter und intensiver statt, wenn Frauen schwanger sind oder kleine Kinder haben.

 

In einer von Gewalt geprägten, unberechenbaren und orientierungslosen Familiensituation erleben die Kinder häufig Angst, Hilflosigkeit,Verunsicherung,Vernachlässigung , Über-und Unterforderung, aber auch Aggression und Wut.In vielen Fällen werden die Kinder von ihrem Vater in den Mißhandlungskontext einbezogen, z.B. sollen Kinder die Mutter kontrollieren, etc.

Erlebte häusliche Gewalt kann langfristig negative Folgen für die seelische,emotionale, soziale, sprachliche, körperliche und geistige Entwicklung der Mädchen und Jungen haben.

 

Erfahren Kinder die Gewalt über längere Zeit, erlernen die Mädchen und Jungen, das von den Eltern vorgelebte Verhalten und übernehmen es häufig später für sich selbst.

Viele dieser Kinder haben wenig Selbstbewusstsein,eine negative Selbsteinschätzung , eine geringe Frustrationstoleranz und /oder eine niedrige Sozialkompetenz.