Arbeitsbereiche / Arbeitsinhalte

 

1.Schutz, Beratung, Begleitung und Unterstützung der von Gewalt bedrohten oder betroffenen Frauen


Bereits bei der Aufnahme im Frauenhaus findet eine Gefahrenanalyse und  Prognose statt, um rechtzeitig Schutzvorkehrungen treffen zu können.
Bei den erforderlichen Schritten zur Existenzsicherung,z. B. bei Anträgen, Behördengängen,u.s.w. werden die Frauen je nach Bedarf begleitet und unterstützt.
Auch während ihres Aufenthaltes im Frauenhaus werden die Frauen bei Bedarf in allen für sie wichtigen Angelegenheiten , z. B.Gerichtsverfahren,Sorge- und Umgangsrecht,u.s.w.,.beraten, begleitet und unterstützt.
Sollte auch nach dem Auszug aus dem Frauenhaus noch Hilfebedarf bestehen, unterstützen die Mitarbeiterinnen sie dabei, geeignete weitergehende Hilfsmaßnahmen durch entsprechende Facheinrichtungen zu finden und zu beantragen.

2.Schutz und Unterstützung für Mädchen und Jungen, die mit ihren Müttern ins Frauenhaus fliehen


Bei Fällen von häuslicher Gewalt sind die Kinder immer Opfer, unabhängig davon, ob die Kinder selbst misshandelt wurden oder miterleben mussten, wie ihre Mutter misshandelt wurde.
Das Frauenhaus muss deshalb immer auch ein Schutzraum für diese Kinder sein.
Die sozialpädagogische Arbeit orientiert sich am Wohl des Kindes. Psychische oder physische Gewalt sind als Erziehungsmethode inakzeptabel.
Unser Ziel ist es den Kindern und Jugendlichen positive Erfahrungen zu ermöglichen, Ängste abzubauen, Vertrauen aufzubauen und Gewalterfahrungen zu enttabuisieren, damit sie verarbeitet werden können.Darüber hinaus sollen die Mädchen und Jungen neue gewaltfreie Problem- und Konfliktbewältigungsstrategien erlernen. Dies geschieht z.B. im Rahmen von Freizeitangeboten, Schulaufgabenhilfe oder Gesprächen.
Die Arbeit mit den Kindern findet in enger Absprache mit den Müttern  statt und umfasst sowohl Beratung und Begleitung der Mutter als auch Entlastungs- und Unterstützungsangebote.
Die Mutter behält während des Frauenhausaufenthaltes selbstverständlich die Erziehungskompetenz und die Verantwortung für ihre Kinder.
Auch für die Mädchen und Jungen werden bei Bedarf Hilfsmaßnahmen, die über den Frauenhausaufenthalt hinaus gehen vermittelt, z.B. sozialpädagogische Familienhilfe, Tagesmütter,Kindergarten- und Hortplätze, etc.

3.Öffentlichkeitsarbeit


Die Ziele der Öffentlichkeitsarbeit bestehen darin:

die bestehende Gewalt gegen Frauen und Kinder in ihren vielfältigen Erscheinungsformen öffentlich zu thematisiert, gesellschaftliche Hintergründe aufzudecken, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren sowie Ursachen und Zusammenhänge aufzuzeigen.
Öffentlichkeitsarbeit erfolgt z. B. durch:

  • Pressearbeit
  • Kontakte mit Entscheidungsträgern in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen
  • Durchführung von Informations- und Fortbildungsveranstaltungen
  • Plakat-Aktionen
  • themenspezifischen Veranstaltungen und Aktionen, etc.


die Präventions und Bildungsarbeit, z.B. im Rahmen von Unterrichtseinheiten, Diskussionen und Vorträgen zum Thema häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder, die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses regelmäßig an weiterführenden und beruflichen Schulen durchführen.

die Bekanntheit des Frauenhauses Elmshorn zu steigern, insbesondere für betroffene Frauen und Menschen, die betroffenen Frauen helfen möchten, z.B. durch Flyer oder unsere Homepage

potentielle SpenderInnen und Sponsoren auf uns aufmerksam zu machen, die bereit sind unsere Arbeit zu unterstützen, z. B. durch eine zweckgebundene Spende an das Frauenhaus an den:
Förderverein „ Frauen helfen Frauen e.V.“



Die Grundlagen und Inhalte der  Arbeit wurden ausführlich in einem Konzept dargelegt., das  bei Interesse  über das Frauenhaus bezogen werden kann.